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Skladateljska društva nekoč in danes | Composers’ Societies Past and Present
                 Es ist bemerkenswert, dass die Vereinigung in Zeiten der Blockbil-
            dung und Isolation, in denen Reisen aus Jugoslawien schwierig waren und
            es an verlässlichen Informationen über ausländische Entwicklungen man-
            gelte, bereits kulturellen Austausch zwischen Komponisten und ihren Wer-
            ken organisierte. Schon 1955 kamen die französische Komponistin Germai-
            ne Tailleferre und der britische Komponist Benjamin Britten nach Zagreb,
            nahmen an Konzerten mit ihrer Musik teil und diskutierten mit kroati-
            schen  Kollegen.  Kroatische  Komponisten,  Mitglieder  der  Vereinigung,
            reisten ebenfalls ins Ausland, in diesen Jahren jedoch vor allem in den da-
            maligen Ostblock.
                 Eine weitere interessante Episode ereignete sich 1957, als die UKH ein
            Abkommen mit der Slowenischen Philharmonie über die Aufnahme von
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            Werken kroatischer Komponisten traf.  Die Tatsache, dass es in Zagreb
            zu jener Zeit zwei professionelle Sinfonieorchester gab (die Zagreber Phil-
            harmoniker und das Sinfonieorchester des Rundfunks), deutet darauf hin,
            dass die kroatischen Komponisten mit deren Haltung zur heimischen Mu-
            sik unzufrieden waren, was auch aus Sitzungsprotokollen und anderen Do-
            kumenten dieser Zeit ersichtlich ist. Die Aufnahmen in Slowenien fanden
            über einen Zeitraum von zwei Jahren statt, doch heute gibt es keine gesi-
            cherten Informationen darüber, welche Werke aufgenommen wurden oder
            ob die Aufnahmen in einem slowenischen Archiv erhalten geblieben sind.
                 Im selben Jahr ging Dr. Milan Majer, Komponist und erster Direktor
            der ZAMP, in den Ruhestand und wurde von Dr. Ivan Henneberg abgelöst,
            der dieses Amt bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1984 ausübte.
                 Im Jahr 1961, nach langer Vorbereitung, wurde die erste Musikbienna-
            le Zagreb abgehalten, die bis heute kontinuierlich stattfindet, ähnlich dem
            Zagreber Festival. Interessanterweise gab es bereits nach dem ersten Festi-
            val Unstimmigkeiten über das Programm zwischen den Mitgliedern der
            Vereinigung und dem Komitee der Biennale unter der Leitung von Mil-
            ko Kelemen. Infolgedessen wurde das Festival bis 1975 aus dem Zuständig-
            keitsbereich der Vereinigung ausgegliedert und kehrte erst 1991 vollständig
            unter ihre organisatorische Kontrolle zurück.
                 Über die Jahre hinweg lässt sich ein latenter Konflikt bzw. eine gewisse
            Spannung zwischen der UKH und dem SAKOJ (Komponistenverband Ju-
            goslawiens) beobachten. Mitglieder der UKH waren der Meinung, dass sich
            der Verband zu viele Kompetenzen aneignete. 1962 kam aus Kroatien der


            2    Ibid., 17.


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