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Kroatischer Komponistenverband: 80 Jahre Mitgestaltung der nationalen Kultur …
            Vorschlag zur Reform der Satzung des Verbandes sowie der Satzung der
            ZAMP, doch am Ende wurden keine Reformen durchgeführt.
                 1963 erwies sich als ein historisches Jahr, da die UKH und die UKLMH
            fusionierten. Seitdem gibt es in Kroatien nur noch eine einzige Vereinigung
            für alle Musikschaffenden, unabhängig von den Musikgenres, die sie kom-
            ponieren. Formal wurde die UKLMH in die UKH integriert, die zur ein-
            zigen Organisation wurde. Alle Mitglieder beider Vereinigungen erhielten
            innerhalb der UKH die gleichen Rechte und Pflichten und waren in zwei
            Sektionen tätig: für populäre und ernste Musik. Die Initiative für diese In-
            tegration kam von der Bundesebene, sodass ähnliche Prozesse auch in an-
            deren Teilrepubliken durchgeführt wurden. Die Folgen davon sind bis heu-
            te sichtbar, denn der HDS sowie der Slowenische Komponistenverband und
            der Serbische Komponistenverband vertreten seit über 60 Jahren Kompo-
            nisten aller Genres als einheitliche Organisationen.
                 In diesem Jahr wurde auch das erste Forum für jugoslawisches Musik-
            schaffen (Tribina jugoslavenskog muzičkog stvaralaštva) in Opatija abge-
            halten, das bis 1990 als Referenzpunkt für alle Komponisten ernster Musik
            sowie Musikwissenschaftler innerhalb des gemeinsamen Staates fungier-
            te. Dieses Projekt des HDS besteht bis heute unter dem Namen „Glazbe-
            na tribina“. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde es nach Pula verlegt,
            kehrte nach einem Jahrzehnt nach Opatija zurück und etablierte sich ab
            2022 in Osijek. Parallel dazu wurde in Belgrad ab 1991 das Internationa-
            le Komponistenforum (Međunarodna tribina kompozitora) veranstaltet,
            das sich zum bedeutendsten Festival für zeitgenössische Musik in Serbi-
            en entwickelte.
                 1965 erwarb die Vereinigung Geschäftsräume in der Berislavićeva uli-
            ca 9, wo sie sich auch heute noch befindet. Dies trug erheblich zur Verbes-
            serung der Geschäftsqualität bei. Im Rahmen dieser Räumlichkeiten befin-
            det sich auch ein kleiner Konzertsaal (der 1996 auf 70 Sitzplätze erweitert
            wurde), in dem seither regelmäßig Kammerkonzerte, Foren und Hörsessi-
            ons organisiert werden. In den ersten Jahren waren diese gut besucht und
            trugen wesentlich zur Belebung der Veranstaltungsdynamik und zur Berei-
            cherung des Programms bei.
                 1967 wurde Adalbert Marković zum Sekretär ernannt, eine Position, die
            er 12 Jahre lang innehatte, bevor er in drei Amtszeiten als Präsident diente.
            Dies macht ihn zu einer der herausragendsten Persönlichkeiten in der Ge-
            schichte der Vereinigung. Auf seine Initiative und die des damaligen Prä-
            sidenten Branimir Sakač änderte die Kroatische Komponistenvereinigung



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