Page 355 - Weiss, Jernej, ur./ed. 2026 Skladateljska društva nekoč in danes.../Composers’ Societies Past and Present...
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Summaries
            Komponisten aus Österreich“ übergeführt wurde: Der erste Beschluß der
            ebenfalls „gleichgeschalteten“ Urheberrechtsgesellschaft A.K.M. galt den
            Regelungen für die nur „U-Komponisten“ betreffende „Tonfilm-Verrech-
            nung“ – sie wurden rückwirkend „dem bei der [deutschen] STAGMA gül-
            tigen Schlüssel“ angepaßt. Nach der Wieder-Errichtung des „Österrei-
            chischen Komponistenbundes“ vom November 1947 setzten sich auch die
            Mißstimmungen und Meinungsverschiedenheiten zwischen „E-Sektion“
            und „U-Sektion“ fort, die zum Teil sogar weiterhin die ideologisch-poli-
            tischen Lager der Jahre 1938–1945 widerspiegelten. Unter anderem wurde
            von der U-Sparte ein Dachverband der drei Organisationen Komponisten-
            bund (ÖKB), Internationale Gesellschaft für Neue Musik (IGNM) und Ös-
            terreichische Gesellschaft für zeitgenössische Musik (ÖGZM) verhindert,
            und das vielleicht, weil als Präsident ein „nichtarischer“ Komponist vorge-
            sehen war. Selbstverständlich wurde das nie als Grund benannt. „Offiziell“
            wollten die „U-Komponisten“ lediglich keinen Vertreter der „Avantgarde“.
                 Schlüsselwörter:  Österreichischer Komponistenbund, Österreichische
                 Musikgeschichte, Musiksoziologie, Tantiemen, U-Musik


                 Helmut Loos
                 Über den Bezirksverband Leipzig des Verbandes der Komponisten
                 und Musikwissenschaftler der DDR
            Nur ein Jahr nach der Gründung des Verbandes der Komponisten und Mu-
            sikwissenschaftler der DDR (VKM) am 6. April 1951 konstituierte sich (im
            Frühjahr 1952) der Arbeitskreis Leipzig unter dem Vorsitz von Max Deh-
            nert. Zu Komponisten und Musikwissenschaftlern wurden ab 1963 auch
            Interpreten und ab 1965 auch Musikerzieher in den Verband aufgenom-
            men. Struktur und Funktion des Bezirksverbands Leipzig werden näher
            betrachtet. Als einer der regionalen Gliederungen des Verbandes der Kom-
            ponisten und Musikwissenschaftler der DDR (VKM) existierte der Be-
            zirksverband  von  1951  bis  1990.  Grundsätzlich  hatte  der  Bezirksverband
            Leipzig, wie alle regionalen Verbände des VKM, die Aufgabe, die musika-
            lische Kultur vor Ort zu pflegen und zu fördern. Zu den zentralen Aufga-
            ben gehörten die Förderung von Komponisten und Musikwissenschaftlern
            in der Region, die Beratung und Unterstützung freischaffender Musiker,
            die Organisation von Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit staat-
            lichen und kulturellen Einrichtungen wie dem Ministerium für Kultur, lo-
            kalen Konzerthäusern und der Universität Leipzig, insbesondere bei der
            Programmgestaltung und der Ausrichtung von Konzerten.



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