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Skladateljska društva nekoč in danes | Composers’ Societies Past and Present
Fred Malige (1895–1985), Violinist und Komponist, während der Weima-
rer Republik Mitglied und Kulturaktivist der KPD, dann verfolgt, nach dem
Zweiten Weltkrieg Mitbegründer und Geiger im Rundfunk-Sinfonieorches-
ter Leipzig und ab 1960 freischaffender Komponist in Leipzig, komponier-
te u.a. eine „Festliche Ouvertüre über FDJ-Lieder“ und war Träger des Va-
terländischen Verdienstordens und des Kulturpreises 1967 der Stadt Leipzig.
Rudolf Fischer (1913–2003), Pianist und Musikpädagoge, 1948–1973
Rektor der Hochschule für Musik Leipzig und vielfach ausgezeichnet.
Karl-Heinz Pick (1929–2009), Pianist und Musikpädagoge, Professor
an der Musikhochschule Leipzig, Ehrenpräsident der Deutschen Chopin-
Gesellschaft e.V.
Alle vier waren Mitglieder der SED und des „Verbandes der Kompo-
nisten und Musikwissenschaftler der DDR“, der am 6. April 1951 in Ber-
lin unter dem Namen „Verband Deutscher Komponisten“ gegründet wor-
den war und seit dem 4. April 1952 seine Funktion als Berufsorganisation
der Komponisten und Musikwissenschaftler, dann auch der Musikinter-
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preten und Musikerzieher in der DDR wahrnahm. Aufgabe des Verban-
des war die Pflege und Entwicklung der Musikkultur der DDR, dazu hatte
er die Verbindung zu verschiedenen staatlichen und gesellschaftlichen Ein-
richtungen zu halten, um bei Fragen der Musik, des Musiklebens und der
Musikpolitik mitzuwirken, wie dem Ministerium für Kultur, dem Beirat
für Musikwissenschaft, dem Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen,
dem Rundfunkkomitee, dem Büro für Urheberrechte und dem Musikrat
der DDR. In Fragen der Programmgestaltung beriet er die Künstler-Agen-
tur der DDR und die Konzert- und Gastspieldirektion, er organisierte Mu-
sikkongresse und war Veranstalter der „Musik-Biennale-Berlin“ und der
dazu im Wechsel stattfindenden „DDR-Musiktage“.
Dem Zentralverband waren 11 Bezirksverbände angegliedert. Der Be-
zirksverband Leipzig fand sich im Frühjahr 1952 zunächst noch als Arbeits-
kreis Leipzig unter dem Vorsitz von Max Dehnert zusammen. Es folgten
die Vorsitzenden Siegfried Köhler ab Ende 1953, Fritz Geißler ab 1956. 1968
übernahm Hans Pezold zunächst kommissarisch den Vorsitz, blieb dann
1 Grundlegende Arbeiten: Daniel Kai Zur Weihen, Komponieren in der DDR. Insti-
tutionen, Organisationen und die erste Komponistengeneration bis 1961 (Köln: Böh-
lau, 1999). Gilbert Stöck, Neue Musik in den Bezirken Halle und Magdeburg zur Zeit
der DDR. Kompositionen – Politik – Institutionen (Leipzig: Gudrun Schröder, 2008).
Ulrich Tadday, Hrsg., Musik der DDR? Komponieren im real existierenden Sozialis-
mus (München: edition text+kritik, 2022). Andreas Lueken, Hrsg., Musik in der DDR
(Baden-Baden: Tectum Verlag, 2024).
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