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Skladateljska društva nekoč in danes | Composers’ Societies Past and Present
            Publikum anzusprechen, wurden in den Zyklen allerdings auch „tote“
            Komponisten des 20. Jahrhunderts aufgeführt (wie z. B. Arnold Schönberg,
            Alban Berg oder Carl Orff). Da es deswegen sehr schnell Proteste etlicher
            „lebender“ Komponisten gab – und zwar sowohl aus der E- als auch aus der
            U-Sparte –, kehrte man 1985/86 wieder zu einer in kleinen Sälen durchge-
            führten Konzertreihe „Junge Komponistenwerkstatt“ zurück.
                 Zur Ehrenrettung der U-Musik-Sparte seien noch einige ihrer Groß-
            veranstaltungen der letzten Jahrzehnte angeführt, die neben den nach wie
            vor regelmäßigen, aber kleiner dimensionierten E-Musik-Konzerten die
            ungebrochene Bekanntheit des Komponistenbundes in der öffentlichen
            Musikszene sicherten. So gab es 1998 sowohl bei einem Frühschoppen im
            Haus der Begegnung „Altes und Neues aus Wien“ zu hören als auch im Mo-
            zartsaal des Konzerthauses ein Konzert der Militärmusik des Gardebatail-
            lons. 1999 führte man Kurkonzerte in Baden durch, und im Akzent-Thea-
            ter spielte das Große Orchester der Gardemusik zehn Werke, die nach einer
            Ausschreibung ausgewählt und dann auch produziert wurden. 2012 wur-
            de übrigens eine Fachgruppe „Film und Medienmusik“ gegründet, die seit-
            her überaus aktiv ist und die „U-Sparte“ inhaltlich ergänzt. Daß es bereits
            in den 1960er Jahren die initiative gab, eine Sparte „Zweckmusik“ mit ähn-
            licher Ausrichtung zu gründen, sei zur Ehre der damaligen Komponisten-
            Funktionäre nachgetragen.
                 Ein letzter Nachtrag: Der Österreichische Komponistenbund heißt
            seit 2021 „Austrian Composers“, weil man das sogenannte „Innen-Prob-
            lem“ nicht lösen konnte bzw. wollte. „Österreichischer Komponisten- und
            Komponistinnenbund“ wäre zu lang gewesen, „Österreichischer Kompo-
            nist:Innenbund“ zu komisch, denn: was ist ein Innenbund (im Gegensatz
            zum Außenbund). So ist offensichtlich nur in der englischen Sprache die
            Welt noch in Ordnung, wie ja auch die vielen weiblichen Bachelors und
            Masters (!) beweisen.
                 Bibliografie

                 Archivquellen
            Protokolle der Sitzungen des Österreichischen Komponistenbundes 1974–1987.
                 Im Büro der Vereinigung.

                 Literatur
            Bleier, Katharina. „Schallplatten- und CD-Produktionen des ÖKB“. In 100 Jahre
                 Österreichischer Komponistenbund 1913–2013, hrsg. von Hartmut Krones,
                 135–50. Wien: Praesens, 2013.


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