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Skladateljska društva nekoč in danes | Composers’ Societies Past and Present
in den Beirat der STAGMA berufen wurde. (Alle Dokumente, die die „NS-
Jahre“ 1938–1945 betreffen, können nachgelesen werden.) 6
Nach der Wieder-Errichtung des „Österreichischen Komponistenbun-
des“ vom November 1947 setzten sich leider auch die Mißstimmungen und
Meinungsverschiedenheiten zwischen „E-Sektion“ und „U-Sektion“ fort,
die zum Teil sogar weiterhin ideologisch-politische Lager der Jahre 1938–
1945 widerspiegelten. Zunächst mußten sich die Mitglieder für eine der bei-
den Sektionen entscheiden, obwohl in einer Sitzung festgestellt wurde, daß
es „nach Ansicht sämtlicher Anwesenden keine speziellen ,Unterhaltungs-
oder ,ernste‘ Komponisten, sondern nur Komponisten guter und schlechter
Musik, die in beiden Sparten vorkommen können“, gäbe. 7
In den Folge arbeiteten die beiden nach wie vor getrennten Sparten
zwar unter gegenseitiger Information, aber trotzdem völlig eigenständig
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nebeneinander; dabei gaben beide Sparten Schallplatten heraus und ver-
handelten mit dem Rundfunk über höhere Quoten österreichischer Musik
oder mit der Regierung über Subventionen für wissenschaftliche Untersu-
chungen oder für gesetzliche Maßnahmen zur Förderung zeitgenössischer
Musik. Unter der Präsidentschaft von Kurt Rapf profilierte sich die E-Spar-
te daneben (ab 1970) mit dem von Augustin Kubizek redigierten Fachblatt
Der Komponist, das Grundsatzartikel, Dokumentationen von Neuerschei-
nungen oder Berichte über wichtige Konzerte vereinigte, sowie mit dem
Orchesterkatalog, der sämtliche Orchesterwerke österreichischer Kompo-
nisten, die nach dem 1. Jänner 1945 (noch) lebten, zusammenfaßte; die U-
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Sparte ergänzte mit dem von Siegfried Lang herausgegebenen Lexikon ös-
terreichischer U-Musik-Komponisten im 20. Jahrhunderts (s. Anm. 3), der
eine bedeutende Ergänzung der Wissens um die Musikgeschichte des
österreichischen 20. Jahrhunderts darstellt.
Die Bereitschaft des Rundfunks zur Förderung der österreichischen
zeitgenössischen Musik geriet allerdings unterschiedlich. So gestand der
Rundfunk-Intendant von Radio Wien dem ÖKB 7 Sendungen pro Saison
6 Hartmut Krones, Das Ende der „alten“ A.K.M. (März 1938), die Gründung der „neu-
en“ AKM (Juni 1945) und die Folgen (Wien: Selbstverlag der AKM, 2014).
7 Alle zitierten Sitzungsprotokolle befinden sich in der Geschäftsstelle des Österrei-
chischen Komponistenbundes.
8 Eine Liste der erschienenen Schallplatten und CDs erstellte Katharina Bleier: „Schall-
platten- und CD-Produktionen des ÖKB“, in 100 Jahre Österreichischer Komponi-
stenbund 1913–2013, Hrsg. Hartmut Krones (Wien: Praesens, 2013), Anm. 1, 135–50.
9 Emil Lubej, Michael Rot und Walter Szmolyan, Hrsg., Orchesterkatalog zeitgenös-
sischer österreichischer Komponisten, 2 Bände, Lose-Blatt-Ausgabe in Heftmappen
(Wien: Österreichischer Komponistenbund, 1977).
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