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E contra U: Zusammenarbeit und Streit zweier Sparten …
jeweiligen „Gegengesellschaften“ führte. Zur IÖK äußerte 1985 zudem die
U-Sparte des ÖKB Bedenken, ortete in den von E-Musik-Vertretern durch-
geführten Vorbereitungsgesprächen ein „mangelndes demokratisches Vor-
gehen“ und befand auch, „zuwenig Zeit zur Meinungsfindung“ gehabt zu ha-
ben. Zudem befürchtete man „zu starke Interessen der E-Sparte“ innerhalb
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der IÖK. Daß gegen den als Präsident der IÖK vorgeschlagenen Kom-
ponisten Roman Haubenstock-Ramati auch ein gewisser „antisemitischer
Reflex“ durchgeschlagen hat, konnte zwar nur gleichsam seismographisch,
aber doch festgestellt werden; ausgesprochen wurde das nicht. Jedenfalls
wurde der Beschluß gefaßt, nur dann der IÖK beizutreten, „wenn die finan-
ziell und organisatorisch unabhängige Stellung des ÖKB als Standesvertre-
tung gewahrt bleibt“.
Als dann trotzdem am 12. November 1986 die Gründungsversamm-
lung der IÖK stattfinden sollte, scheiterte die Gründung an der Frage,
welche Gremien dort von wem beschickt werden sollten. Die U-Sparte
wollte einem Beitritt nur zustimmen, „wenn auch zwei Vertreter des ÖKB
in den Beirat entstadt werden können“, von denen einer selbstverständ-
lich der U-Sparte angehören müsse. Und so gelangten die Vorstandsmit-
glieder nach langen Diskussionen zu dem einstimmigen Beschluß, „daß
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die Zeit für einen Beitritt noch nicht reif sei“. In weiteren Verhandlungen
ging es dann auch um die Verteilung der Mittel, wobei der Vorschlag ei-
ner Aufteilung 60 % für die U-Musik-Belange und 40 % für E-Musik-Be-
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lange entrüstet zurückgewiesen wurde. Auch stellte man fest, daß es kei-
ne Vertreter der AKM in der IÖK geben dürfe. Im ÖKB war man zudem
der Meinung, daß es
von Beginn an die Zielsetzung der IGNM gewesen [sei], die IÖK-Spit-
ze zu übernehmen, wobei Prof. Burt IÖK-Präsident werden wollte.
Zweitens wollte die IGNM dem ÖKB das Recht der Standesvertretung
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nehmen.
Und so schlief das Projekt IÖK gleichsam von selbst ein.
Mittlerweile hatte die E-Sparte des Komponistenbundes in den Sai-
sonen 1983/84 und 1984/85 gemeinsam mit der „Jeunesse“ (der „Musikali-
schen Jugend Österreichs“) die in großen Sälen stattfindenden Konzertzy-
klen „Musik und Erotik“ sowie „Musik und Tanz“ durchgeführt. Um mehr
14 Protokoll vom 1. Februar 1985.
15 Protokoll vom 21. November 1986.
16 Protokoll vom 27. Februar 1987.
17 Protokoll vom 18. Dezember 1987.
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