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Skladateljska društva nekoč in danes | Composers’ Societies Past and Present
im Bereich Musik“ publiziert – als Organ der Musikabteilung des Volks-
kommissariats für Bildung, der Kulturabteilung des Gesamtukrainischer
Rates der Gewerkschaften, des Zentralkomitees des Komsomol der Ukra-
ine sowie der Allukrainischen Gesellschaft revolutionärer Musiker. Dar-
aus wird ersichtlich, dass die führende Rolle der staatlichen Institutionen
– des Volkskommissariats für Bildung, der Gewerkschaften und des Kom-
somol – erheblich zunahm, wobei die Gesellschaft selbst weiterhin eher
eine Funktion als Mitbegründerin ausübte.
Im Sommer 1928 wurde die Gründung einer Komponistenwerkstatt
der Allukrainischen Gesellschaft revolutionärer Musiker in Charkiw be-
kannt gegeben, die Tatsache völlig unbeachtet lassend, dass bereits seit Fe-
bruar 1925 eine solche Werkstatt in der Mykola-Leontowytsch-Gesellschaft
existierte. Doch die neue Werkstatt wurde nach dem Muster parteilicher
Organisationen strukturiert, indem als Leitungsorgan ein „Büro“ gewählt
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wurde. Um ihre Parteitreue noch mehr zu beweisen, schlossen sich beson-
ders aktive Mitglieder im Jahre 1930 sogar zu einer „Stoßbrigade der Kom-
ponisten“ zusammen. Ihre strategischen und taktischen Aufgaben sah die
Stoßbrigade vor allem in der Intensivierung der kompositorischen Tätig-
keit, „indem sie in Dienste der Veranstaltungen des Proletariats gestellt wur-
de, die mit der Umsetzung des Fünfjahresplans verbunden sind“ sowie in der
maximalen Aufmerksamkeit auf die Betreuung von Veranstaltungen, die
mit dem diesjährigen Industrie- und Finanzplan sowie der Aussaatkampa-
gne zusammenhingen. 30
Im Oktober 1929, in einer Phase der zunehmenden Radikalisierung
des sogenannten „kämpferischen Marxismus“, spaltet sich die Allukraini-
sche Gesellschaft revolutionärer Musiker in zwei Verbände auf: die „Prole-
tarischen Musiker“ („Proletmuz“) in Kyjiw und die Assoziation proletari-
scher Musiker der Ukraine (APMU) in Charkiw mit Zweigstellen in Kyjiw,
Odessa und Dnipropetrowsk. Die APMU stellte in vielerlei Hinsicht eine
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Abspaltung von der Russischen Assoziation proletarischer Musiker (Русская
Ассоциция Пролетарских Музыкантов, РАПМ/RAPM) dar, deren ideo-
logische und organisatorische Leitlinien sie nahezu unverändert über-
nahm. Charakteristisch für die RAPM und somit auch für ihre ukrainische
29 Rzhewska, На зламі часів, 258.
30 Ibid., 259.
31 Anton Mukha, „Національна спілка композиторів України: до 80-річчя
існування. Історико-аналітичний нарис [Nationaler Komponistenverband der
Ukraine: zum 80-jährigen Bestehen]“, in Ukrainisches Musikarchiv 3 (Kyjiw: Zen-
trmuzinform, 2003), 224.
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