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Skladateljska društva nekoč in danes | Composers’ Societies Past and Present
                 In der Beratung der Parteigruppe […] kam deutlich zum Ausdruck, daß
                 sich alle […] für das Auftreten ihrer Verbandsmitglieder GMD Herbert
                 Kegel und Friedrich Schenker mit verantwortlich fühlen müssen. […]
                 Zur Rezension des Genossen Dr. Wolf über die Uraufführung […]
                 äußerten sich die Genossen dahingehend kritisch, daß in Anbetracht
                 der Publikumsreaktion die Haltung und der Aussagewert der Kom-
                 position  im Mittelpunkt  der Rezension  hätte stehen müssen und ni-
                 cht in erster Linie (und fast ausschließlich) fachliche Details, von de-
                 nen einige zudem fraglich erscheinen (Einfallsreichtum, Klangsinn und
                 Expressivität).
                 Abschließend wird eine „bessere Zusammenarbeit im Interesse einer
            zielgerichteten kulturpolitisch wertvollen und interessanten Programmpla-
            nung“ angemahnt, um der eigenen Verantwortung mit dem „Beginn ei-
            ner echten konzeptionellen Zusammenarbeit“ gerecht zu werden, Formeln,
            die in fast jeder offiziellen Äußerung verwendet wurden. Die Stellungnah-
            me wurde vom Parteigruppenorganisator Erhard Ragwitz noch am selben
            Tag an den Genossen Roth in der SED-Bezirksleitung/Abt. Kultur in Leip-
            zig und an die Genossin Apel im Zentralkomitee der Sozialistischen Ein-
            heitspartei Deutschlands/Abt. Kultur in Berlin gesendet. Am 22. April 1971
            sandten der Vorsitzende Prof. Dr. Hans Pezold und die Bezirkssekretärin
            Ruth Dähne ein Rundschreiben an die Mitglieder des Bezirksverbandes
            Leipzig des VKM:

                 Gemeinsam mit dem Rundfunk wird am 27. April 1971, 17.00 Uhr, in
                 unserem Sekretariat eine Aussprache über die Komposition „Stück für
                 Virtuosen“ von Friedrich Schenker stattfinden. Wir bitte sehr herzlich,
                 an dieser Beratung teilzunehmen.
                 Das Schreiben ging an Waldemar Markus, Thomas Wünsch, GMD
            Herbert Kegel, Friedrich Schenker, Burkhard Glaetzner, Dieter Weler,
            Heinz Schönekerl, Hans Roscher, Fiedler, Adolph, Rudi Lehmann, Ger-
            hard Gommelich, Berger (Berlin), Götze, Lesser, Roth, W. Wolf (Rat d. B.),
            Gehrke, Lippold, Schönfelder, Krause-Graumnitz, Dr. Wolf, Viertel, Dit-
            trich, Pachnicke, Walter.
                 Der Skandal um Friedrich Schenkers „Musik für Virtuosen“ beweg-
            te auch noch die Bezirksdelegiertenkonferenz am 22./23. Mai 1971 in Leip-
            zig, wie aus folgendem Diskussionsbeitrag hervorgeht, der sich auf den Ent-
            wurf der Direktive des 16. Plenums des Zentralkomitees der SED beruft,
            der sich wiederum dem Rechenschaftsbericht des XXIV. Parteitages der
            KPdSU anschließt:


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